Roggen-Dinkel-Baguette

Ein rustikales Baguette für alle, die es etwas herzhafter mögen. Nicht nur Baguettes lassen sich damit backen. Ausprobiert habe ich den Teig auch zum Brötchenbacken. Die Zutaten und die Herstellung ist übersichtlich. Insgesamt braucht der Teig mindestens eine Stunde Ruhezeit.

  • 350 g Roggenmehl
  • 150 g Dinkelmehl
  • 1 Tüte Trockenhefe
  • 1 Teelöffel Salz (Meersalz)
  • 1/4 Teelöffel Brotgewürz
  • 350 ml warmes Wasser
  • optional Sesamsaat

Die trockenen Zutaten kommen in die Rührschüssel der Knetmaschine. Auf kleiner Stufe starten und langsam das Wasser dazugießen. Den Teig so lange kneten lassen, bis er sich gut vom Rand der Schüssel löst. Dann mit bemehlten Händen herausnehmen und zu einer Kugel kneten. Diese dann abgedeckt mindestens 30 Minuten ruhen lassen. Alternativ kann man alles auch mit der Hand kneten.

Der Teig wird angerührt…
Teigkugel
geformte Teigkugel aus Roggen- und Dinkelmehl
Nach 30 Minuten ist der Teig aufgegangen.
Die geformten Rohlinge müssen auch noch einmal abgedeckt 30 Minuten ruhen.

Danach werden die Rohlinge mit etwas Salzwasser eingepinselt und mit Roggenmehl besiebt. Wer möchte kann auch Sesamsaat verwenden. Den Ofen heizt man auf 220°C Ober-Unterhitze vor. Die Baguettes werden nun 20 Minuten, auf der mittleren Einschubleiste gebacken. Dann stellt man den Ofen aus, prüft kurz die Konsistenz und lässt das Brot weitere 10 Minuten im ausgestellten Ofen ruhen.

Ei und Käse auf Roggenbrot
Auf einem Rost auskühlen lassen. Aufschneiden und genießen 🙂

Paprika Hackbraten

Dank Käse und Frühstücksspeck entsteht praktisch nebenbei ein saftiger Hackbraten. Dieses Rezept reicht für drei Personen. Diesmal nahm ich:

  • 400 g Biohackfleisch gemischt.
  • 1 kleine rote Zwiebel, klein gewürfelt.
  • 1 mittelgroße Paprikaschote, klein gewürfelt.
  • Speckscheiben zum Abdecken.
  • Ein Ei.
  • 2 Scheiben Gouda.
  • Kräuter
  • 1 Knoblauchzehe, klein gewürfelt.
  • Salz, Würzsalz, Pfeffer, Paprikapulver. Je ein Teelöffel.
  • etwas Senf.
  • etwas Butter, etwas Olivenöl.
  • etwas Paniermehl

Die Zwiebel wird mit der Knofizehe in etwas Butter glasig angebraten, dann die Paprika dazu in die Pfanne und von der Platte nehmen. Aus allen Zutaten wird ein Teig geknetet. Ich habe diesmal ca. 2 Esslöffel TK Kräuter (Mix aus 8 Kräutern) genommen. Gut passen auch frische Petersilie sowie ein Teelöffel getrockneter Estragon.

Man benötigt nun eine Kastenform. Diese mit etwas Öl ausstreichen und darauf die Hälfte des Teigs schichten. Mit Gouda abdecken und den Restteig darauf schichten. Dann mit den Baconscheiben belegen.

Im Ofen mindestens eine Stunde bei 190°C backen. Danach den Fond abgießen und den Braten in dicke Scheiben schneiden und anrichten.

Der Fond ist sehr fettig. Wen wundert das 🙂 Andererseits sehr aromatisch. Man kann ihn einfach zum Anbraten von Bratkartoffeln verwenden oder mit einer Boullion ablöschen, einkochen lassen und mit Sahne verbessern. Eventuell noch nachwürzen. Dazu passten dann Salzkartoffeln.

falscher hase
auch kalt sehr lecker 🙂

Update 17.06.2021

Ich hatte noch Bratwurst und ein Zwiebel-Paprika-Ofengemüse vom Vortag übrig. Außerdem noch trockenes Zwiebelbrot. Das Brot wurde zu Paniermehl geschreddert. Die Wurst in dünne Chips geschnitten und zusammen mit Hackfleisch, etc. zu einem Hackbraten verarbeitet. Draußen und in der Wohnung war es in diesen Tagen sehr heiß. Kalte Scheiben vom Hackbraten sowie etwas Joghurt aufgerührt mit Olivenöl, Salz, Kräutern und Zitronensaft passten da ganz herrlich.

Kalter Hackbraten mit Paprika in einer leichten Joghurtsoße.

Vikings Salmon-Pancake

Kräuter, Wildlachs und Sahnemeerettich bilden hier ein nordisches Ensemble. Auch kalt genossen ein echtes Erlebnis.

Aus 75g Mehl, einem Ei, 75 ml Milch, 50 ml Mineralwasser und einer Prise Salz wird ein Teig angerührt. Nun kommen Kräuter der Wahl hinzu. Besonders harmoniert das mit Bärlauch. Ein Pfannkuchen wird dann mit wenig Fett in einer beschichteten Pfanne ausgebacken. Dann auf einem Teller den Pfannkuchen mit Sahnemeerettich bestreichen und mit Wildlachs belegen. Zusammenrollen, in Folie wickeln und im Kühlschrank aufbewahren. Die Rolle kann gut am nächsten Tag zur Arbeit mitgenommen werden. Das Rezept reicht für zwei Rollen.

Besonders lecker ist diese Variante hier unten mit frischen Bärlauch:

Tiramisu mal etwas anders

Die Zeit für das Backen eines Biskuitteigs war zu knapp und so konnte ich kein „echtes“ italienisches Tiramisu herstellen. Das war aber andererseits ein Glücksfall, denn durch die Verwendung von Honigkuchen und Azorakeksen bekommt diese Variante einen richtigen Pfiff.

Ich nahm zunächst eine rechteckige Auflaufform und belegte sie mit einer Schicht Honigkuchen, den ich zuvor in kaltem Espresso getränkt hatte. Darauf verstrich ich einen Teil Mascarponecreme. Eine weitere Schicht mit getränkten Löffelbiskuits kommt darüber. Auch diese Schicht wieder mit Mascarponecreme verstreichen. Dann Kakaopulver darüber sieben und mit einigen Azorakeksen garnieren.

Die Form wird nun mit einer Folie verschlossen und mindestens mehrere Stunden in den Kühlschrank gelegt. Besser ist es das Tiramisu noch einen Tag vorher herzustellen. Konsistenz und Geschmack verbessern sich enorm. Da dies ein recht schweres Dessert ist, eignet es sich meiner Meinung nach besser zur Kaffeetafel. Wer mag, kann dem Espresso zum Tränken etwas Amaretto oder Weinbrand hinzufügen.

Die Mascarponecreme stelle ich so her: vier Eigelb verquirlen und nach und nach 50g Zucker und ein Tütchen Vanillezucker und etwas Zitronenabrieb hinzufügen. Dann kommen esslöffelweise 500g Mascarpone hinzu, bis alles eine gut verstreichbare Creme bildet. Das Rezept sollte für sechs Personen reichen.

Tipp: Statt Mascarpone kann man, im Notfall, auch eine Mischung aus Sahnequark und Crème fraîche verwenden.

Update 17.Juli 2021

Zusätzlich habe ich Amarettini verwendet. Diese enthalten keinen Alkohol, aber geben dem Tiramisu eine zusätzliche Note, die mir sehr gut gefällt.

einige Zutaten
Eine Biozitrone für den Abrieb und Mascarpone für die richtige Konsistenz der Creme.
Schichtweise wird die Form gefüllt. Der Honigkuchen wird gut mit starkem kalten Espresso getränkt.
Darauf dann eine Schicht von der Creme und eine Schicht Espresso-getränkte Löffelbiskuits.
Eine weitere Schicht Creme, ergänzt mit gesiebtem Kakaopulver und zum Abschluss die Azorakekse.
Darüber eine Frischhaltefolie und im Kühlschrank am besten 12 Stunden ziehen lassen.

Tomatenbrot

Das Tolle an diesem Würzbrot ist, dass man mit Kräutern, Nüssen, Kernen und Gewürzen experimentieren kann. Gestern habe ich die folgenden Zutaten verwendet.

  • Ca. 500 g Mehl (z. B. Mischung aus Weizen-,Roggenvollkorn-,Dinkelmehl).
  • 1 Tüte Trockenhefe.
  • 50 g Leinsaat.
  • 50g Kürbiskerne.
  • 50g kernige Haferflocken
  • 50g Sonnenblumenkerne
  • Getrocknete Kräuter (Oregano).
  • 400g gehackte Tomatenpürree.
  • 100g Tomatenmark.
  • 2 TL Pesto.
  • 1 TL Salz.
  • 1 TL Brotgewürz.

Zuvor die trockenen Zutaten mischen. Alles nach und nach in die Knetmaschine füllen und so lange durchkneten lassen, bis der Teig sich leicht vom Rand löst. Das dauert etwa 10 Minuten.

Eine Backform mit Backpapier auslegen, Teig hineingeben und abgedeckt bei Zimmertemperatur mindestens 30 Minuten gehen lassen. Der Teig sollte etwas aufgegangen sein und beim Eindrücken die Druckstelle zurückbilden. Die Oberfläche des Teiges längs einschneiden und vor dem Backen mit Salzwasser bestreichen.

Backen: vorheizen 230°C mit Schwaden, dann ohne Schwaden 15 Minuten auf mittlerer Schiene Ober-Unterhitze, danach auf 180°C weitere 45 Minuten backen.

Während des Backens geht der Teig dann richtig auf. Auf einem Rost auskühlen lassen. In etwas dickere Scheiben schneiden und genießen. Besonders gut: mit Butter, Salami, Käse, Hummus oder Frischkäse. Weniger für süßen Aufstrich geeignet.

21.05.2021: Heute mal wieder in der Kastenform gebacken. Zusätzlich kamen getrocknete Zwiebeln in den Teig.

Grüner Kartoffelsalat

So richtig etwas für die Grillsaison: ein grüner Kartoffelsalat. Dabei verwende ich viele Kräuter und grünes Gemüse.

Zutaten

  • Pellkartoffeln vom Vortag, aus dem Kühlschrank (festkochende Sorte).
  • Mayonnaise 80%.
  • Gewürzgurken, gewürfelt.
  • 1 grüne Paprikaschote, gewürfelt.
  • Majoran, Schnittlauch, Petersilie.
  • 1 Prise Zucker.
  • Pfeffer und Salz.
  • Zwiebeln gewürfelt.
  • Kräuteressig und Olivenöl
  • Optional: Bacon gewürfelt und etwas Gurkenwasser.

Zubereitung

Die Kartoffeln werden gepellt und möglichst klein gewürfelt. In eine Salatschüssel füllen. Darauf dann die Gurken, den Paprika und die Kräuter geben. Mit Pfeffer und Salz würzen. Einmal durchheben, dann die Mayonnaise unterheben. In einer Pfanne den Speck mit den Zwiebeln in etwas Butterschmalz anrösten und dann mit dem Gurkenwasser ablöschen. Sofort auf den Salat geben und locker unterheben.

Abgeschmeckt habe ich den Salat mit etwas Kräuteressig und Olivenöl. Jetzt sollte man ihn noch etwa 2 Stunden durchziehen lassen. Will man es vegetarisch haben, dann verzichtet man auf den Bacon. Verzichten sollte man nicht auf eine 80%ige Mayo! Davon lieber etwas weniger nehmen. Sie verbindet sich später gut mit dem warmen Gurkenwasser. Mayonnaise selbst gemacht hebt die Sache noch zusätzlich an.  

Hamburger Brötchen

Diese einfachen Milchbrötchen sind hervorragende Brötchen für Hamburger, aber auch als süße Brötchen für Marmelade und Honig bestens geeignet.

Zutaten

  • 250 g Weizenmehl Nr. 550 (Spielberger Mühle)
  • 100 ml warme Milch
  • 25 g Butter
  • 1 Ei
  • 1 Tl Salz
  • 1 Prise Zucker
  • Sesamkörner zum Bestreuen

Zubereitung

Die Zutaten zu einem Hefeteig verkneten. Teig mindestens 30 Minuten gehen lassen. Daraus dann 2 große oder 4 kleine Brötchen formen. Auf dem Blech noch einmal gehen lassen und mit Milch bestreichen. Mit Sesam bestreuen.

Backen: mit Schwaden, mittlere Backschiene, Ober-Unterhitze, ca. 15 Minuten bei 200°C

Weihnachtliches Apfeldessert

Ein Apfelmus, dass durch Zufall als Nachtisch für einen Doppelkopfabend entstanden ist. Es hat, durch den Ingwer, eine leichte Ähnlichkeit mit einem Chutney. Wer das nicht mag, lässt den Ingwer weg. Verwendet habe ich etwas ältere Äpfel der Sorte „Gala“.

  • 500g Äpfel (geschält und gewürfelt).
  • Ca. 200 ml Wasser.
  • Saft einer großen Orange.
  • Saft einer Zitrone.
  • 3 Backpflaumen klein gewürfelt.
  • 1 Handvoll Rosinen.
  • etwas Zitronenschale (sehr fein geschnitten).
  • 1 Scheibe frischen Ingwer.
  • 1 Packung Vanillezucker + etwas Vanille.
  • Zimt.
  • Sahne geschlagen.
  • Keksbrösel (Printen, Biskuit).
  • Datteln zum Garnieren.

Die Zutaten miteinander vermischen, zum Kochen bringen und im geschlossenen Topf 10-15 Minuten leicht köcheln lassen. Ingwerscheibe entfernen und mit dem Rührstab den Rest auf die gewünschte Konsistenz pürieren. Abschmecken und erkalten lassen. Brösel, Apfelmus und Sahne in einem Glas schichten und mit einer Dattel garnieren.