Rouladen aus der Hähnchenkeule

Das Fleisch von Hähnchenkeulen ist saftiger und hat mehr Geschmack als das Bruststück. Außerdem trocknet es beim Garen nicht so schnell aus. Die Knochen in den Keulen stören jedoch oft. Man kann so eine Keule auch nicht mal eben so einfach auf den Grill packen.

Auf Youtube fand ich einige Videos in denen gezeigt wurde, wie man schnell und effektiv eine Hähnchenkeule entbeinen kann. Der erste Versuch ist auch gleich gelungen. Pro Keule muss man aber schon, als Ungeübter, mit einigen Minuten rechnen. Voraussetzung ist ebenso ein sehr scharfes Messer. Ich habe ein Kochmesser verwendet. In einigen Anleitungen werden flexible kleinere Messer verwendet. Mit meinem Kochmesser klappte das aber sehr gut.

Eine Bioland Hähnchenkeule ist schon ziemlich mächtig 😉
Zur Hälfte geschafft. Mit einem scharfen Messer lässt sich der Knochen gut freilegen.
Die Knochen nicht wegwerfen! Man kann sie mit etwas Gemüse gut auskochen und erhält eine Basis für eine Soße oder eine tolle Hühnerbrühe.

Ich entschloss mich dazu, Rouladen von den ausgebeinten Stücken zu machen. Gefüllt habe ich die eine mit Ananas, die andere mit einer Lauchstange. In beide kam noch etwas Cheddarkäse. Von innen und außen werden die Rouladen mit etwas Salz und Thaicurry eingerieben. Dazu aber später noch mehr…

mit Ananas…
Jetzt noch schnell die Knochen mit Wasser und Gemüse aufgesetzt. Dazu kam Salz, Zitronenabrieb, Pimentkörner, Pfefferkörner, Lorbeer und Knoblauchzehen für den Geschmack.

Nach einer kleinen Pause beschloss ich schon mal die restlichen Dinge vorzubereiten. Ich schälte Kartoffeln und schnippelte das Gemüse. Die Suppe köchelte langsam vor sich hin und es ist egal, ob sie nun zwei oder drei Stunden köchelt…

Das Gemüse: Möhren, Paprika, Zwiebeln und Lauch mit etwas Olivenöl.
… und so geht es dann für eine Stunde bei 180°C Ober-Unterhitze in den Ofen.

Zeit für das Kochfinale: Die Brühe wird abgesiebt. Die Kartoffeln werden abgegossen. Das Fleisch warm gestellt. Das Gemüse wird mit einem Schaumlöffel aus der Form genommen. Brühe und Bratenfond aus der Form werden in einem Topf zum Kochen gebracht und mit aufgelöster Speisestärke angedickt. Jetzt kommt noch Curry dazu und ein halber Becher Crème fraîche. Das alles mit dem Schneebesen zu einer sämigen Soße rühren und abschmecken und dann kann man auch schon anrichten.

Fazit

  • Die Füllung mit Ananas schmeckt sehr gut und passt zum Curry. Das Fleisch ist sehr schmackhaft und saftig. Käse ist überflüssig und stört nur.
  • Auf Lauch kann man ebenso verzichten.
  • Küchengarn verwenden, keine Spieße.
  • Das Thai Curry kommt vom Lüneburger Markt und ist nicht scharf. Man kann es selbst herstellen: einfach das Lieblingscurrypulver mit Paprikapulver mischen 🙂
  • Die Soße hält sich gut 2-3 Tage verschlossen im Kühlschrank. Mit etwas Cheddarkäse schmeckt sie prima zu Pasta.
Linguine Cheddarcheese

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